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SIP-Adapter Gerdes PrimuX

Konfiguration PrimuX-SIP-Adapter allgemein

Öffnen Sie im Windows-Startmenü im Abschnitt "PrimuX ISDN" die Anwendung "CAPI Konfiguration". Sie sehen ein Fenster ähnlich dem folgenden.

Konfiguration SIP-Adapter für CAPI

Wichtige Voraussetzung ist, dass in der ersten Zeile "CAPI Dienst steht", siehe Bild oben, denn nur dann findet zu jedem hingefügten SIP-Adapter die Übersetzung von VoIP nach ISDN und umgekehrt statt.

Falls die Zeile fehlt, klicken Sie auf den Menüpunkt "Einfügen" und fügen den CAPI-Dienst hinzu. Sollte unterhalb von "PrimuX SIP Adapter" ein "Anschluss" ohne den Unterpunkt "CAPI Dienst" angezeigt werden, löschen Sie den Anschluss und fügen mittels rechtem Mausklick auf "PrimuX SIP Adapter" und linkem Mausklick auf "Controller hinzufügen" einen neuen Anschluss hinzu.

Falls der SIP-Adapter in der Baumansicht nicht angezeigt wird, klicken Sie im Hauptmenü auf "Einfügen", dann auf "PrimuX SIP Adapter". In der Baumansicht erscheint die neue Zeile "PrimuX SIP Adapter". Klicken Sie auf das + vor der Zeile und dann auf "Anschluss", um die ersten Einstellungen vorzunehmen.

Der SIP-Adapter meldet an der Telefonanlage oder dem Diensteanbieter einen "User", also einen "Benutzer" an. Je nach Telefonanlage können zu einem "User" mehrere Rufnummern gehören. Das ist z. B. in Asterisk-Systemen der Fall. An herkömmlichen Telefonanlagen und an der Fritz-Box ist dagegen "User" gleichbedeutend mit "Rufnummer". In dem Fall müssen Sie für jede Rufnummer mittels rechtem Mausklick auf "PrimuX SIP Adapter" einen "Controller", d. h. einen "Anschluss" hinzufügen:

Konfiguration SIP-Adapter

Das u. a. Bild zeigt einen SIP-Adapter mit zwei Anschlüssen. Die Zeile "Anschluss 1" ist selektiert. Daher sind im rechten Teil die Einzelheiten von Anschluss 1 zu sehen.

Konfiguration SIP-Adapter

Die o. a. Einstellungen Zeile für Zeile erklärt:

  • Die Zeile "Display name" enthält einen Kommentar. Tragen Sie z. B. die Internrufnummer ein.
  • In den Zeilen "Lokale Domäne" und "Standard Domäne" tragen Sie die IP-Adresse oder den Namen der Telefonanlage ein. Falls Sie eine Verbindung zu einem Diensteanbieter im Internet herstellen möchten, tragen Sie seinen Domänennamen ein.
  • Die Zeile "Netzwerkadapter" kann auf "Automatisch" stehen bleiben. Wenn Sie sicherstellen möchten, dass die Datenpakete den richtigen Weg nehmen, wählen Sie in der Combobox den passenden Adapter.
  • Die Zeile "Port" bezeichnet den "Source Port" (für Netzwerkspezialisten: in der Regel einen UDP-Port), den der SIP-Adapter im Befehl REGISTER als den Port mitgibt, auf dem er eine Antwort erwartet. Dieser Port muss für jeden Anschluss, d. h. jeden Benutzer oder jede Rufnummer eindeutig sein. Mit großer Wahrscheinlichkeit sind Ports ab 10000 frei. Die obige Abbildung zeigt den Port 25001. im Anschluss 2 wird Port 25001 verwendet (nicht im Bild gezeigt). Diese Ports müssen Sie in der lokalen Firewall freigeben.
  • Falls Sie es genau wissen möchten: Um einen verwendbaren Port zu finden, geben Sie in einem Windows-Kommandofenster den Befehl "netstat -na" ein. In der Spalte "Lokale Adresse" sehen Sie die auf dem eigenen Rechner aktiven Ports. Verwenden Sie einen Port, der nicht in der Liste aufgeführt ist.

  • Die Zeile "DTMF Mode" kann auf "Automatisch" stehen bleiben. Bei Bedarf können Sie in einer Combobox die Methode der Tonwahlerkennung auswählen.
  • Tragen Sie in der Zeile "Anzahl verfügbarer Kanäle" die Anzahl ein, die Sie verwenden möchten. Sie sollte nicht größer sein als die Anzahl, die Sie in der Telefonanlage festgelegt haben. Je nach Telefonanlage oder Diensteanbeiter gibt es unterschiedliche Einschränkungen. Auf der sicheren Seite sind Sie, wenn Sie eine 1 eintragen.
  • Die Zeile "Codecs" gibt die erlaubten Klangdatenformate an. In der Regel lassen Sie die Vorgabe unverändert.
  • Der Abschnitt "RTP" gibt die erlaubten Ports für das Real-Time Transport Protocol an, das nach dem Verbindungsaufbau der Übermittlung von Gesprächsdaten dient. In der Regel lassen Sie die Einstellungen unverändert.
  • Klicken Sie auf das + vor "Registrar". Tragen Sie in der Zeile "Server Adresse" die IP-Adresse oder den Netzwerknamen der Telefonanlage oder den Domänennamen des Diensteanbieters ein.
  • Tragen Sie bei "Server User" die Rufnummer ein.
  • "Server Port" ist der "Destination Port", d. h. derjenige Port, auf dem die Telefonanlage oder der Diensteanbieter die Anmeldung erwarten. Er darf über alle Anschlüsse der Telefonanlage oder des Diensteanbieters derselbe Port sein. Häufig wird Port 5060 verwendet.
  • Falls Sie in der Telefonanlage zur Rufnummer ein Kennwort gespeichert haben oder vom Diensteanbieter ein Kennwort erhalten haben, tragen Sie es in der Zeile "Server Passwort" ein.

Wenn Sie alle Einstellungen vorgenommen haben, speichern Sie die Konfiguration unter einem Namen Ihrer Wahl, indem Sie auf "Datei", "Speichern unter" klicken. Die Namenserweiterung der PrimuX-Konfigurationsdatei ist cnf.

Stellen Sie die Verbindung zur Telefonanlage oder dem Diensteanbieter her, indem Sie im Menü "Datei" auf "Aktivieren" klicken. Zu dem Zeitpunkt darf keine CAPI-Anwendungssoftware gestartet sein. Starten Sie die Talkmaster-Software erst danach.

Wenn Sie später Windows neu starten, stellt der SIP-Adapter automatisch die Verbindung zur Telefonanlage oder zum Diensteanbieter her. Technisch ausgedrückt: Während des Windows-Startvorgangs sendet der SIP-Adapter den SIP-Befehl REGISTER automatisch an die Telefonanlage oder den Diensteanbieter, um die eingetragenen Benutzer oder Rufnummern anzumelden.

Den PrimuX-Treiber inkl. SIP-Adapter finden Sie links im Menü unter "Download", "Sonstiges".

Beispiele für die Anpassung des SIP-Adapters an Telefonanlagen:

Wie man den USB-Dongle und die Lizenz prüft:

Hilfe beim Einrichten und Testen: Parallel installiertes Softphone

Stand vom 18.03.2025